kevin john edusei

Der Klang des Wartens

„Es geht um das Zeitgefühl, das Hosokawa evoziert in seinen reichen Klängen des Wartens, um den fliessenden Übergang zwischen Sprechen und Singen, die Rhythmisierung der Stille, die minimalistischen Bewegungen, den Gestus der Musik, der sich an der Kalligrafie orientiert. Das alles und mehr macht das präzis agierende Berner Symphonieorchester unter Dirigent Kevin John Edusei in berückender Weise fassbar.“

Oliver Meier, Berner Zeitung 24.05.2016

Premiere Hanjo


Entfesselt

"Was die Münchner Sinfoniker hier, allen voran ihre Blechbläser, entfesselten, war eine Hochleistung, die man bei diesem nicht risikolosen Weitsprung in die große Bruckner-Sinfonik kaum erwartet hatte. Schuld daran war ihr charismatischer, nicht weniger risikofreudige Maestro Kevin John Edusei. Ebenso ambitioniert wie engagiert dirigierte der elegante Energetiker keine wirklich "Romantische", wie ihr Titel meint, sondern einen atemberaubenden Parcours durch die Brucknerschen Klanggebirge von den glimmenden Tiefen bis zu den gleißenden Gipfeln. Edusei bleibt zwar den Pianissimo-Idyllen, die so gerne mit Waldzauber und Naturfrieden assoziiert werden, der fahlen c-Moll Celli-Trauer im Andante und auch dem Spiel der irisierenden Horn- und Flöteninterferenzen nichts schuldig, aber er strukturiert mit präzisem Schlag vor allem die verschiedenen Energieebenen des sinfonischen Kolosses. Dabei legt er es besonders auf die Maxima an: die oft fast zu steilen Steigerungsschübe in die Bläserfanfaren, die monumentalen Choräle und die strahlenden Es-Dur- und C-Dur-Lichteinbrüche mit ihrem triumphalen Fortissimo- Pathosglanz. Und gestaltet damit einen intensiven, beeindruckenden Bruckner."

Klaus P. Richter, Süddeutsche Zeitung 22.02.2016

Symphoniekonzert Münchner Symphoniker


"Der Dirigent Kevin John Edusei hat einen prächtigen Einstand als künftiger Musikchef von Konzert Theater Bern."

"Auch auf der interpretatorischen Ebene hinterlässt die Premiere hervorragende Eindrücke. Kevin John Edusei, seit letzter Saison erster Gastdirigent und künftiger Musikchef des Hauses, behält stets die Übersicht über das Klanggeschehen und breitet den illustrativen Charakter der Musik in sinnlich erfassbarer Weise aus."

Thomas Schacher, Neue Zürcher Zeitung 19.05.2015

Premiere Herzog Blaubarts Burg, Konzert Theater Bern


Orchestrale Seelenstürme

"Und wer hält alles zusammen? Kevin John Edusei, der wundersam multiplizierte Dirigent, den man in Bern gerne als Chefdirigenten der Oper sehen würde. Am Ende der Halle steht er vor dem Berner Symphonieorchester, und ein Dutzend Bildschirme geben wieder, was er tut. [...] Ein Wunder auch, was die Musiker aus dem Werk herausholen, schillernd zwischen Oper, Operette, Sinfonik, Volkslied, Variété und Musical, durchsetzt mit schneidenden Dissonanzen.

Oliver Meier, Berner Zeitung 10.06.2014

Premiere Peter Grimes, Konzert Theater Bern


"Der Dirigent Kevin John Edusei, eine Begabung erster Güte, schliesst sich diesem Ansatz voll an; er unterstreicht seinerseits die herben Farben der Partitur und schärft das Geschehen, ohne dabei Kontext und Gesamtwirkung aus dem Blick zu verlieren. Zu der Zuverlässigkeit, mit der ihm das Berner Symphonieorchester hierbei folgt, gehört auch die Tatsache, dass die Sänger auch im Fortissimo nicht zugedeckt werden.

Peter Hagmann, Neue Zürcher Zeitung 22.04.2014

Premiere Ariadne auf Naxos, Konzert Theater Bern


"Es bleibt die Musik und ihre ungemein feinfühlige Auslegung durch den Dirigenten Kevin John Edusei. Er führte das Berner Symphonieorchester geradlinig und mit trockener Tongebung durch die Ouvertüre, um sich einen Spielraum für die fein gesetzten Akzente und Farben zu schaffen, mit denen er in der Folge zentrale Momente des Geschehens hervorhob."

Michelle Ziegler, Neue Zürcher Zeitung 04.03.2013

Premiere Die Entführung aus dem Serail, Konzert Theater Bern


"Auf einhellige Begeisterung stösst die Musik. Da wäre einerseits das von Kevin John Edusei mustergültig geleitete Berner Symphonieorchester. Griffig und leicht, ohne Schnickschnack und sorgfältig gearbeitet erklingt Mozarts wunderbare Musik aus dem Graben und wird von Edusei präzise mit der Bühne koordiniert. Mit kompakten Streicherregistern und schönen Bläserkantilenen trägt der Abend allein schon durch die Klänge der Musikerinnen und Musiker."

Daniel Allenbach, Der Bund 04.03.2013

Premiere Die Entführung aus dem Serail, KonzertTheaterBern